Potential der Veränderung

Ein Szenario, eine mögliche Zukunft, die maßgeblich von Naturkatastrophen geprägt ist, wirkt tatsächlich nicht sehr einladend.

Doch Szenarien wie dieses, die vielleicht an dystopische Filme erinnern sind es die es uns unbequem machen, weil wir unbewusst wissen, dass die momentane Lebensweise nicht in dieser Art aufrechterhalten werden kann – internationale „Gedenktage“ wie der Earth Overshoot Day sind nur ein Beispiel dafür, dass es gesellschaftlich eigentlich bekannt ist, ob der Lebensstil aufrechterhalten werden kann, oder auch eben nicht.

Egal, ob die Dystopie Realität wird oder die Zukunft doch um einiges angenehmer wird als so manche Vorhersage erahnen lässt – schlussendlich liegt es an uns Menschen, wie wir mit dem Leben auf der Erde umgehen.

Wie wir immer dort wo wir jeglichen Einfluss ausüben können, unsere Macht ausnutzen und für das Leben: für die Tiere, die Pflanzen dieser Erde einsetzen können.

Manchmal scheint uns Wandel und Veränderung abzuschrecken, zu stören – doch wie viel Freude im Wandel steckt, muss jeder selbst erfahren.

Wie froh und glückselig spielende Kinder im Sandkasten sind.
Sie bauen und verändern ihre kleine Welt, bauen und errichten Türme, Festungen, auf denen gefochten und gefeiert wird.
Sie gestalten und erfreuen sich an ihrer Kreation.

Wenn wir die Welt betrachten und Veränderung suchen, versuchen wir sie in der Politik zu finden. Wir stellen Erwartungen und Forderungen an die Politik aber weder erkennen, noch lösen wir uns selbst von der kulturellen Bindung, die uns dort festhält, wo es unbequem zu werden droht.

Doch haben wir nicht jeder auch eigene Fragen, Fragen an das Leben;
die uns fordern nachzudenken, zu überdenken wie wir leben wollen.

Jeder ist bedeutender Teil, machtvoller Muskelteil der Demokratie.
Jeder kennt das traurige Gefühl, das einsetzt, wenn Zerstörung, Vernichtung von Leben, von Wäldern, von Bäumen in unserer Welt erscheinen – sollten wir uns nicht alle dafür einsetzen, dass auch in den nächsten Jahrzehnten noch Kastanien, Olivenhaine, Weinreben und Gänseblümchen wachsen?

Widerstand klingt oft so harsch – und eigentlich ist es ja auch nur für eine Sache: Für das Leben,
für Uns,
für Uns selbst.

„12 Regeln für erfolgreichen Widerstand“

1) Alles könnte anders sein

2) Es hängt ausschließlich von Ihnen ab, ob sich etwas verändert.

3) Nehmen Sie sich deshalb ernst.

4) Hören Sie auf, einverstanden zu sein.

5) Leisten Sie Widerstand, sobald Sie nicht einverstanden sind.

6) Sie haben jede Menge Handlungsspielräume.

7) Erweitern Sie Ihre Handlungsspielräume dort, wo Sie sind und Einfluss haben.

8) Schließen Sie Bündnisse.

9) Rechnen Sie mit Rückschlägen, vor allem solchen, die von Ihnen selber ausgehen.

10) Sie haben keine Verantwortung für die Welt.

11) Wie Ihr Widerstand aussieht, hängt von Ihren Möglichkeiten ab.

12) Und von dem, was Ihnen Spaß macht.

Zur weiteren Lektüre:

https://www.genialokal.de/Produkt/Harald-Welzer/Selbst-denken_lid_25880372.html

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